Akutbehandlung
Für ein klar umrissenes, aktuelles Anliegen. Die Anamnese ist kürzer und konzentriert sich auf das, was gerade da ist. Geeignet, wenn du die Methode erst einmal kennenlernen möchtest.
Klassische Homöopathie sucht nicht das Mittel gegen eine Diagnose, sondern das Mittel für einen Menschen. Was das konkret bedeutet, steht hier — samt der Grenzen, die dazugehören.
Der Zusatz «klassisch» ist keine Marketingfloskel, sondern eine Arbeitsweise. Er bedeutet, dass ich mich an das Vorgehen halte, das Samuel Hahnemann vor über zweihundert Jahren beschrieben hat: eine ausführliche Erhebung deiner Beschwerden und Eigenheiten, daraus die Ableitung eines einzigen Mittels, und dann geduldiges Beobachten.
Das unterscheidet sich deutlich von Komplexmitteln, in denen mehrere Wirkstoffe kombiniert sind. Ich kombiniere nicht. Wenn mehrere Mittel gleichzeitig laufen, lässt sich nicht mehr sagen, worauf eine Veränderung zurückgeht — und damit verliere ich genau die Information, die ich für den nächsten Schritt brauche.
Das zweite Prinzip heisst Ähnlichkeit: Gesucht wird das Mittel, dessen geprüftes Bild deinem Beschwerdebild am nächsten kommt. Deshalb frage ich nach so vielen scheinbaren Nebensächlichkeiten. Nicht die Diagnose entscheidet über das Mittel, sondern die Art, wie sich deine Beschwerden zeigen.
Und das dritte: Weniger ist mehr. Ich gebe so wenig wie möglich und warte ab, statt nachzulegen. Ungeduld ist in dieser Methode der häufigste Fehler.
Die folgende Übersicht ist eine Orientierung, kein Heilversprechen. Sie ersetzt keine ärztliche Abklärung.
Die Schilderung ähnelt sich oft: Man funktioniert noch, aber es kostet alles mehr Kraft als früher. Der Schlaf trägt nicht mehr, morgens fehlt der Schwung, abends kommt die Unruhe.
Für die Mittelwahl gehe ich in die Details: Wachst du um dieselbe Zeit auf? Wecken dich Gedanken oder der Körper? Wird es an der frischen Luft besser? Genau diese Unterschiede führen zu unterschiedlichen Mitteln.
Wenn dahinter eine körperliche Ursache stecken könnte, gehört das ärztlich abgeklärt. Ich sage dir das.
Hitzewallungen, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, das Gefühl, den eigenen Körper nicht mehr zu kennen — die Bandbreite ist gross und sehr individuell.
Aus meinen Jahren in der Gynäkologie kenne ich die körperliche Seite dieser Phase gut. Für die homöopathische Mittelwahl interessiert mich vor allem, wie du persönlich darauf reagierst.
Was ich nicht mache: dir eine Hormontherapie ausreden. Ob eine solche für dich sinnvoll ist, entscheidest du mit deiner Ärztin. Ich begleite daneben, nicht dagegen.
Zwei Wege: akut während der Saison, und konstitutionell übers Jahr angelegt. Der zweite braucht Vorlauf — sinnvollerweise beginnst du Monate vor der Blüte.
Wichtig: Bei Asthma oder bekannter Anaphylaxie bleibt deine Notfallmedikation unangetastet. Daran ändere ich nichts.
In der Anamnese frage ich nach Details, die auf den ersten Blick nichts mit der Allergie zu tun haben: Wie reagierst du auf Wärme, auf Zugluft, auf feuchtes Wetter? Wann am Tag ist es am schlimmsten? Genau daraus ergibt sich die Mittelwahl.
Bei Kindern läuft die Anamnese anders. Vieles erzählen die Eltern, manches zeigt das Kind einfach — wie es sich hinsetzt, ob es Nähe sucht, worauf es reagiert.
Ich lasse Zeit und dränge nie. Kein Kind muss bei mir reden.
Bei hohem Fieber, das nicht sinkt, bei Atemnot oder wenn ein Kind auffällig teilnahmslos wird, gehört ihr sofort zur Kinderärztin.
Hier ist die Begleitung auf Monate angelegt, nicht auf Wochen. Bring mit, was du an Befunden hast — aus meiner Spitalzeit kann ich sie einordnen.
Rückschritte gehören dazu. Sie sind keine Niederlage, sondern eine Information für den nächsten Schritt.
Realistisch heisst das: Wir sprechen uns über Monate hinweg regelmässig, und ich dokumentiere den Verlauf sorgfältig mit. Wenn sich nach einer angemessenen Zeit nichts bewegt, sage ich dir das ebenso deutlich, wie ich eine Verbesserung benennen würde.
Manchmal ist nicht der Körper das Thema, sondern das Leben. Ich begleite ruhig und ohne Programm, mit viel Raum zum Erzählen.
Was ich nicht bin: Psychotherapeutin. Wenn eine Psychotherapie das Richtige wäre, sage ich das offen.
Häufig geht es in solchen Phasen zuerst um Schlaf, Appetit und Erschöpfung — also um das, was den Alltag überhaupt tragbar macht. Dort setzen wir an, ohne dass du dein Innerstes ausbreiten musst.
Für ein klar umrissenes, aktuelles Anliegen. Die Anamnese ist kürzer und konzentriert sich auf das, was gerade da ist. Geeignet, wenn du die Methode erst einmal kennenlernen möchtest.
Der ausführliche Weg bei chronischen oder wiederkehrenden Beschwerden. Hier geht es um dein Gesamtbild über die Jahre. Rechne mit einer Begleitung über mehrere Monate.
Einfühlsame Unterstützung, wenn eine Erkrankung oder Lebenssituation viel abverlangt — auch ergänzend zu einer laufenden medizinischen Behandlung, in enger Absprache.
Eine Praxis, die alles verspricht, verspricht zu viel. Diese Punkte bespreche ich lieber vorher als hinterher.
Im kostenlosen Erstgespräch nehme ich mir Zeit für dich und dein Anliegen — unverbindlich, ehrlich und ohne Druck.